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Mönchweilers Zukunft hat ein Konzept
15. September 2017

Die Richtschnur für die kommenden Jahre steht nach langer Vorbereitung.

Der Gemeinderat steht einmütig hinter dem Planwerk.

Lange wurde daran gearbeitet,  der Gemeinderat beschloss einstimmig das Gemeindeentwicklungskonzept. Dieses wird für die kommenden Jahre Richtschnur für die Kommunalpolitik sein.

Ablauf: Konkret begannen die Vorbereitungen für das Gemeindeentwicklungskonzept im Frühjahr 2016, als nach der Bürgermeisterwahl die Stadtentwicklungsgesellschaft STEG mit der Erarbeitung des Konzeptes beauftragt wurde. Zuvor hatte Altbürgermeister Friedrich Scheerer zwar immer wieder betont, wie wichtig ein solches Entwicklungskonzept sei, gleichzeitig wollte er die Erstellung aber auch einem Nachfolger überlassen. Im September des gleichen Jahres fand dann eine Informationsveranstaltung in der Alemannenhalle statt. Grundlagen, die Ziele und das Vorgehen wurden den Bürgern vorgestellt. Im Dezember und Januar folgte eine Bürgerbefragung, deren Ergebnisse dem Gemeinderat Ende März vorgestellt wurden. In einer Klausurtagung befasste sich kurz darauf der Gemeinderat intensiv mit den Ergebnissen, bevor schließlich im Juli 2017 in einem Workshop die Bürger ein weiteres Mal in die Erstellung des Konzeptes einbezogen wurden.

Schriftstück: Auf 65 Seiten stellt das Konzept die Entwicklungsschwerpunkte für Mönchweiler dar. Der Gemeinderat wird sich bei Planungen und Entscheidungen in den kommenden Jahren an dieser Grundlage orientieren. An künftige Erfordernisse und Entwicklungen soll das Konzept angepasst werden. Es werden kurzfristige Projektziele und mittelfristige Entwicklungsziele unterschieden.

Themenfelder: Das Entwicklungskonzept beinhaltet verschiedene Zukunftsfelder. Diese umfassen zum Beispiel die Bereiche Nahversorgung, Landwirtschaft, medizinische Versorgung und Gastronomie. Ziel soll in diesem Bereich eine „zukunftsfähige Infrastruktur“ sein. Im Bereich Freizeit und Kultur lautet die Zielsetzung „Familienfreundliche Kommune“ und bei Wohnen und Ortsbild setzt man auf „Wohnen für alle Generationen“. Jedes Zukunftsfeld ist mit teils genauen Projektideen mit Leben gefüllt. Allen Zukunftsfeldern gemeinsam ist die übergeordnete Zielsetzung des „Wohnen und Lebens für alle Generationen in der familienfreundlichen Kommune“.

Konkretes: Auszugsweise stellte Gaby Pietzschmann von der STEG einzelne Projektideen vor. Sie wählte den Vorschlag eines von Gemeinde und Bürgern getragenen Straßenfestes, die Aktivierung von bestehendem Wohnraum, den Aufbau eines Ärztehauses beziehungsweise Gesundheitszentrums sowie die Einrichtung eines Bürgerbusses. Letztendlich bestimmt der Gemeinderat jedoch unter Berücksichtigung des Gemeindeentwicklungskonzepts die Schwerpunkte seiner künftigen Arbeit. Das wurde auch im weiteren Verlauf der Gemeinderatssitzung deutlich. Bürgermeister Rudolf Fluck betonte, die Innenentwicklung der Gemeinde mit Wohnformen für alle Generationen der Bevölkerung sei ein wesentlicher Punkt.
Ergebnisse:

Das Entwicklungskonzept präsentiere dem Gemeinderat ebenso den Blick von außen wie auch einen Einblick in die Wünsche und Ideen der Bürger, betonte Gaby Pietzschmann. Diese Vorgaben seien allerdings „nicht in Stein gemeißelt“. Der Gemeinderat sei nun gefordert, laufend seine Arbeit mit dem Entwicklungskonzept abzugleichen.

Bürgerinformation: Im November soll es eine Informationsveranstaltung in der Alemannenhalle geben, bei der das Gemeindeentwicklungskonzept den Bürgern vorgestellt wird. Außerdem wird es demnächst auf der neuen Homepage der Gemeinde eingebunden.